SozialThermie – Gemeinschaftliche Solarthermie mit sozialer, gestalterischer und ökologischer Einbettung
Die Schloss Tempelhof eG bettet die technische Vorplanung einer gemeinschaftlichen Solarthermieanlage mit saisonalem Erdspeicher in einen sozialen, gestalterischen und ökologischen Prozess ein – als übertragbares Modell für ländliche Bürgerenergiegemeinschaften.
Die Schloss Tempelhof eG, eine selbstverwaltete Genossenschaft mit rund 90 Mitgliedern, plant eine gemeinschaftliche Solarthermieanlage mit saisonalem Erdspeicher als zukünftige Wärmeinfrastruktur. Die Innovation liegt in der sozialen Einbettung: Die Genossenschaft entwickelt ihre Wärmeinfrastruktur als gemeinschaftlichen, partizipativen Prozess, der sichtbar, begehbar und erlebbar gestaltet wird. Dieses Modell wird „Sozialthermie" genannt.
Im Rahmen des Projekts SozialThermie-TH wird in sechs Arbeitspaketen gearbeitet: Praxislernen und Transfer im Verbund mit dem Forschungsvorhaben IGWarm (IÖW/ifeu); ein partizipativer Entscheidungsprozess mit mehreren moderierten Plenen unter Beteiligung der ca. 90 Genossenschaftsmitglieder; ein ko-kreativ mit Künstlern und Landschaftsarchitekten entwickeltes Gestaltungskonzept für einen „Sonnen-Ernte-Park"; sozialwissenschaftlich begleitete Akzeptanzforschung; eine professionelle Film- und Fotodokumentation; sowie die Erstellung eines frei zugänglichen Transferpakets „Sozialthermie" für andere ländliche Bürgerenergiegemeinschaften.
Ziel ist es, ein reproduzierbares Modell zu schaffen, das zeigt, wie eine ländliche Genossenschaft ihre Wärmeinfrastruktur technisch plant, sozial verankert, künstlerisch gestaltet, ökologisch vernetzt und gemeinschaftlich finanziert. Ein Abschluss-Symposium im Oktober 2027 auf Schloss Tempelhof bildet den Auftakt zur breiten Verbreitung der Ergebnisse.


