KIPP-P - Kiez und Platte PV-Projekte Bürgerenergie verbindet Stadt und Land
Mithilfe transdisziplinärer Methoden erforscht KIPP-P innovative Lösungsansätze zur Stärkung der Bürgerenergie in Stadt und Land, entwickelt neue Kommunikations- und Beteiligungsformate für Mehrparteien-PV und erprobt mit allen Betroffenen Wege zu einer sozial verankerten, lokalen Energiewende.
Das Verbundprojekt KIPP-P entwickelt und erprobt innovative Wege, um Menschen in Stadtteilen und ländlichen Wohnquartieren aktiv an der Energiewende zu beteiligen – besonders bei Photovoltaikprojekten auf Mehrfamilienhäusern. In zwei sehr unterschiedlichen Kontexten, Berliner Kiezen und einem Plattenbauquartier in Mittweida, werden neue Kommunikations- und Beteiligungsformate erarbeitet, getestet und wissenschaftlich begleitet.
In Berlin kooperiert die BürgerEnergie Berlin eG (BEB) mit lokalen Kiezinitiativen, die zu Multiplikator*innen ausgebildet werden. Sie sollen Bewohner*innen ansprechen, Bedürfnisse erkennen sowie Vertrauen und Motivation für Mieterstrom und gemeinschaftliche PV-Projekte schaffen. Ziel ist, mehr Mieter*innen einzubeziehen, Gebäudeeigentümer*innen zu gewinnen und skalierbare Methoden für urbane Bürgerenergie zu entwickeln.
In Mittweida untersucht die WirMachenEnergie eG (WME) gemeinsam mit der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft, wie ein PV-Dachprojekt in einem älteren, eher energiewende-distanzierten Wohnumfeld sozial verankert werden kann. Die Erforschung von Erwartungen, Vorbehalten und Co-Benefits soll hohe Mitmachraten ermöglichen und ein übertragbares Modell für bewohnerorientierte Gebäudeversorgung schaffen.
Das Zentrum für Technik und Gesellschaft (ZTG) der TU Berlin begleitet beide Prozesse wissenschaftlich und setzt transdisziplinäre Methoden wie Theory of Change, ko-kreative Workshops und formative Evaluation ein. Ziel ist, übertragbare Prozessmodelle, Strategien und Erkenntnisse zu gewinnen, die Barrieren abbauen und soziale Innovationen zur Energiewende stärken.
Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zu praktischen, sozial anschlussfähigen und skalierbaren Ansätzen der Bürgerenergie in urbanen und ländlichen Räumen.
Das Akronym KIPP-P soll hier auch auf gesellschaftliche Kipp-Punkte verweisen, die wir mit einer leicht zugänglichen und praktischen Energiewende für Menschen in Mehrfamilienhäusern erreichen könnten.


