IGWarm: Innovative gemeinschaftliche Wärmeversorgung
Dieses Projekt untersucht die Umsetzbarkeit gemeinschaftlicher Wärmenetze als Alternative in Gebieten mit geringer Abnehmerdichte. Es analysiert Potenziale, Hürden und nötige Rahmenbedingungen. Fünf Praxisprojekte werden dazu von Beginn an eng begleitet.
Netzgebundene Wärmeversorgungslösungen sind ein effektiver Weg zur Erschließung erneuerbarer Wärmequellen und stoßen bei Bürger*innen sowie Kommunen auf großes Interesse. Viele kommunale Wärmeplanungen sehen entsprechende Ausbaugebiete vor.
Die Umsetzung steht jedoch vor Herausforderungen: Bei geringer Wärmedichte fehlt gewerblichen Anbietern oft die wirtschaftliche Basis für klassische Nah- oder Fernwärmenetze. Zudem mangelt es auf kommunaler Seite häufig an Ressourcen und Strukturen für die eigenständige Realisierung. Gemeinschaftlich organisierte Akteure – wie Bürger*innen oder lokale Gruppen – können diese Lücke füllen und als Innovationstreiber eine dezentrale Versorgung ermöglichen.
Genossenschaftliche Strukturen eignen sich besonders gut, um Finanzierung, Rechtsrahmen und Betrieb zu managen. In den letzten Jahren entstanden daher diverse Initiativen – im ländlichen Raum (z. B. die Bioenergiedörfer Schlöben und Pfalzgrafenweiler) ebenso wie in Städten (z. B. ErdwärmeDich in Bremen oder kliQ in Berlin).
Vor diesem Hintergrund untersucht das Projekt, unter welchen Bedingungen gemeinschaftliche Wärmenetze als alternative, quartiersbezogene Lösung realisierbar sind – speziell dort, wo sich klassische Netze wegen geringer Abnehmerdichte nicht lohnen. Es wird analysiert, welche Potenziale erschlossen werden können, welche Hindernisse bestehen und wie förderliche Rahmenbedingungen aussehen müssen. Dazu werden von Beginn an fünf reale Wärmeprojekte eng begleitet.
Die Ergebnisse werden als praxisrelevante Outputs aufbereitet und bestehenden sowie gründungswilligen Wärmegemeinschaften bereitgestellt.


